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Juli 2019

Mit KI gegen Fake News

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat bekannt gegeben, dass man im Kampf gegen Fake News das britische Unternehmen Fabula AI gekauft hat. Fabula AI hat sich auf maschinelles Lernen von Inhalten in sozialen Medien spezialisiert. Mit dem selbstentwickelten ‚Geometric Deep Learning‘ sei man in der Lage, Falschnachrichten in großen Datenmengen effizient zu erkennen.
Wie die meisten sozialen Medien leidet Twitter unter der ungefilterten Verbreitung von Fehlinformationen. Dabei handelt es sich schon lange nicht mehr um ein Luxus- sondern um ein massives gesellschaftliches Problem. Beispielsweise wäre der radikale Brasilianer Jair Bolso­naro ohne gezielte Fake News wohl nicht zum Präsi­denten gewählt worden.

Inwieweit Twitter mit dem Zukauf einen Beitrag zu mehr Wahrheit leisten kann, muss sich zeigen. Erfreulich ist aber, dass Twitter überhaupt in der Lage ist gegen­zusteuern. Lange galt das Unternehmen als Sorgenkind, das ohne eine Übernahme durch einen Internet-Welt­konzern finanziell nicht überleben könne. Mittlerweile konnte die Geschäftsführung das Ruder herumreißen und den Konzern in die Gewinnzone steuern.


Daten von 12 Millionen Patienten gehackt


Immer wieder zeigt sich, dass auch große und renom­mierte Unternehmen nachlässig beim Schutz ihnen anvertrauter Daten sind. Der aktuelle Fall gibt dabei be­sonderen Anlass zur Sorge, da es um den hochsensiblen Bereich von Gesundheitsinformationen geht.
Der amerikanische Laborriese Quest Diagnostics musste eingestehen, dass Unbekannte Zugriff auf die Daten von 12 Millionen Patienten erlangt haben. Neben Labor­analysen waren auch Finanzdaten der ausgespähten Personen betroffen.

Die Ausspähung erfolgte über eine zu AMCA gehörende Bezahlseite. AMCA kümmert sich um die Zahlungsab­wicklung des Quest-Lizenznehmers Optum 360. Die Seite sei vom 1. August 2018 bis zum 30. März 2019 in der Hand von Betrügern gewesen. Der Vorfall wurde erst im Juni bekannt.
Es handelt sich nicht um den ersten Vorfall im Gesund­heitssektor. 2014 wurde die U.S.-Krankenkasse Anthem von bestens ausgebildeten chinesischen Hackern kom­promittiert. Betroffen waren 78 Millionen Nutzer.

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Neues von den Domains


.au

Die Australier haben bekannt gegeben, wer bei der Re­gistrierung der neuen 2nd Level-Namen direkt unter .au ein Vorrecht erhält. Besitzer von .com.au-Namen, die vor dem 4. Februar 2018 registriert wurden, fallen in die Kategorie 1, alle anderen in Kategorie 2. Erstere können ihr .au-Pendant bis zum 20. April 2020 erhalten, letztere bis zum 1. August 2020. Die Preise von .com.au und .au sind identisch.

.ευ

Eurid, die Registry für .eu und die kyrillische .ею, will mit .ευ (.xn--qxa6a) auch die griechische Variante einfüh­ren. Registrierungsbeginn soll der 14. November 2019 sein.
Obwohl es sich bei .eu, .ею und .ευ um geoTLDs handelt, die prinzipiell der Regulierung ICANNs unterliegen, werden die Domains ausnahmsweise als Länderdomains (ccTLDs) behandelt. In der Nutzung ergeben sich daraus kaum Unterschiede, Transfers etwa laufen nach dem üblichen Authinfo-Verfahren ab. Allerdings muss Eurid keine Verwaltungsgebühren an ICANN abführen, was Geld spart. Auf der Minusseite gibt es ein spezielles europäisches Gesetz für Eurid und den üblichen europäi­schen Verwaltungsapparat etwa in Punkto Mehrspra­chigkeit.


.global

Die bisher unabhängige TLD .global wurde von Afilias aufgekauft. Für die Kunden ändert sich nichts. .global ist mit knapp 50.000 Registrierungen relativ erfolgreich.

.uk

Der fünfjährige Prozess der Einführung von 2nd-Level-Registrierungen direkt unter .uk nähert sich seinem Ende. Fast zwei Millionen 2nd Level Domains, die bisher für .co.uk-Besitzer vorreserviert waren, können im Laufe des Juli von jedermann registriert werden. Wer noch eine attraktive .uk-Domain sucht, sollte jetzt Ausschau halten.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Global Village Team

 

 



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