...und die Welt wird zur Nachbarschaft.

Dezember 2021

Mehr Datenschutz bei Global Village

Es gibt einen Grund dafür, dass einige Provider kostenlose Nameserver-Dienste für Internetnutzer anbieten. Damit lässt sich nämlich nachverfolgen, wer welche Webseiten aufruft und wohin Mails verschickt. Solche Daten sind hervorragend monetisierbar.
Für die von unseren Access-Kunden genutzten Global Village Nameserver galt schon immer eine starke Datenschutzerklärung. Die Anfragen wurden nur im Fall von Angriffen mitgeloggt und nach dem Ende eines Angriffes gelöscht. Zu keinem Zeitpunkt wurden Kundendaten ausgewertet oder weiterverkauft.
Seit Anfang November gehen wir noch einen wichtigen Schritt weiter. Unsere Nameserver unterstützen seither den noch jungen Verschlüsselungsstandard DNS-over-TLS (DoT) und den Datensparsamkeitsstan­dard QNAME Minimization. DoT sorgt dafür, dass die Verbindung zwischen Nutzer und Server verschlüsselt ist. Selbst wer die Verschlüsselung der ‚letzten Meile‘ nicht nutzt, profitiert. Denn die Server geben ihrerseits Anfragen verschlüsselt an ein Netz von Partner-Nameservern mit jeweils starker Datenschutzerklärung weiter. Zusätzlich werden diese Anfragen auf das jeweils notwendige Minimum reduziert. Im Standardverfahren schickt ein Nameserver immer die kompletten Adressen an mehrere Parteien.
Für Sie erhöht sich dadurch der Datenschutz deutlich, Geschwindigkeit und Komfort haben sich nicht geändert.

Die weltgrößten Spamversender


Beim Thema dubiose Machenschaften wird schnell mit dem Finger Richtung Russland, China oder Nigeria gezeigt. Ganz falsch ist das nicht, belegen China und Russland doch den zweiten und - mit weitem Abstand - dritten Platz der Hitliste der spamfreundlichsten Länder. Oben auf dem Treppchen stehen aber - die USA.
Eine Erklärung ist, dass amerikanische Anbieter den größten Anteil am Cloudgeschäft haben. Das greift aber zu kurz. ‚Hyperscaler‘ wie Google, Microsoft und Amazon investieren alle nur minimal in die Spamabwehr. Besonders deutlich wird das bei den jeweiligen Serviceabteilungen. Laut Internetstandard RFC 2142 etwa müssen grundsätzlich formlose Beschwerden an die Mailadresse abuse@ gerichtet werden können. Bereits hier beginnen die Anbieter den Hürdenlauf, etwa indem sie per automatischer Antwortmail auf (nicht zulässige) Webformulare verweisen. Aber auch wer diese ausfüllt, erhält nicht selten nach Monaten(!) die Antwort, dass man den Vorgang nicht nachvollziehen könne. Telefonischen Support oder auch nur einen namentlich genannten Ansprechpartner sollte man nicht erwarten. Die Konsequenzen? Keine. Man verlässt sich darauf, groß genug zu sein, um nicht auf Sperrlisten zu landen. Und gerade bei den Umsonstangeboten soll man eh keinen Service erwarten, die Empfänger können sich ja schließlich auch wehren.
Dabei ist Spam nicht nur ein Problem für verstopfte Postfächer, von ihm gehen auch konkrete Gefahren wie Phishing und Identitätsdiebstahl aus.
Es ist höchste Zeit, dass sich die europäische Politik mit dieser Ungleichstellung auseinandersetzt und verbindliche Regeln für alle Marktteilnehmer einfordert.
Übrigens befindet sich kein einziges europäisches Land in den Top 10.

Neues von den Domains


.case

CNH International wollte .case als geschlossene MarkenTLD für sich nutzen, hat sich aber nun entschlossen, diese an Centralnic abzutreten, die diese nun für jedermann zur Verfügung stellt.

.fr

Afnic wurde vom französischen Wirtschaftsministerium für weitere fünf Jahre als Registry für .fr bestätigt. Gleichzeitig hat Afnic angekündigt, die technische Plattform zu erneuern. Leider hat man sich dazu entschlossen, die ebenfalls von Afnic verwalteten TLDs .pm, .re, .tf, .wf und .yt jeweils getrennt zu verwalten. Kontakthandle für .fr können daher nach der Umstellung nicht mehr für eine der anderen TLDs genutzt werden.

.ke

Das kenianische NIC versteigert die wertvollsten noch nicht registrierten .ke-Domains in einer Auktion. Interessenten müssen sich dazu kostenpflichtig vorab registrieren.

.music

Nach zehn Jahren Wartezeit soll .music endlich im kommenden Jahr registrierbar sein. Der zypriotische Betreiber DotMusic wollte .music ursprünglich als ‚Community TLD‘ betreiben, konnte sich damit aber nicht durchsetzen, was eine lange Auseinandersetzung mit anderen Interessenten, darunter Amazon und Google, nach sich zog. Letztlich zahlte sich das Engagement von DotMusic aber für das Unternehmen aus.

.pl

.pl Betreiber NASK bietet jetzt auch einen ‚Registry Lock‘ Service an, der die Manipulation von Domaindaten deutlich erschwert. Damit schließt NASK zu anderen TLDs wie .de oder .com auf, die diesen Dienst seit einigen Jahren im Programm haben.

.se

Wegen ‚guter Führung‘ wird .se Betreiber Internet­stiftelsen zukünftig nicht mehr von der schwedischen Regierung überwacht. Das Telekommunikationsminis­terium kam zu dem Schluss, dass die Stiftung bewiesen habe, verantwortungsvoll mit .se umgehen zu können.

.swiss

Die Regierung der Schweiz prüft, ob .swiss-Domains zukünftig auch an Privatpersonen vergeben werden. Zurzeit sind nur Firmen und Organisationen zugangs­berechtigt.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Global Village Team

 



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