...und die Welt wird zur Nachbarschaft.

Juni 2021

Spam von Großanbietern

Ein unerfreulicher Trend der letzten Jahre wird zunehmend zum Problem. Große U.S.-Email-Anbieter werden immer mehr dazu genutzt, Spam zu versenden. Zwar sind die Anbieter selbst nur Opfer von Kriminellen, aber sie unternehmen schlicht zu wenig im Kampf gegen diese Machenschaften. Dazu kommt, dass es oft keinen Kundenservice gibt, den man ansprechen könnte. Es gibt zwar von Standardisierungsgremien vorgegebene Be­schwerdewege, aber deren Nutzen wird dadurch ausgehebelt, dass Antworten Wochen bis Monate benötigen oder auf Nicht-Standardprozesse verwiesen wird, deren Zweck es ist, die Arbeit auf den Beschwerdeführer abzuwälzen.
Dabei vertrauen die Anbieter darauf, dass aufgrund ihrer Größe niemand Sperren gegen sie verhängt, da diese immer auch den regulären Mailverkehr beeinträchtigen.

Global Village kennzeichnet weiterhin Nachrichten von Emailversendern als Spam, wenn diese durch den Massenversand unerwünschter Nachrichten auffallen und die Versender bei der Lösung der Situation nicht kooperativ sind. Wir bedauern, dass dadurch im Einzelfall auch erwünschter Mailverkehr betroffen sein kann. Wir bitten aber um Verständnis dafür, dass ein anderes Vorgehen das etablierte System ad absurdum führen würde.

Sollten Sie selbst von so einer Situation betroffen sein, empfehlen wir Ihnen, Ihre Korrespondenzpartner zu bitten bei deren Anbietern Druck auszuüben oder einen Anbieter zu nutzen, der sich an allgemeine Vereinbarungen hält. Übergangsweise bleibt Ihnen auch die Möglichkeit, den Spamfilter abzuschalten.


EU kontra Desinformation


Mit einer Reihe von Gegenmaßnahmen möchte die EU Desinformationen entgegenwirken. Unter anderem sollen finanzielle Anreize dadurch zunichte gemacht werden, dass zweifelhafte Plattformen keine Werbung der Werbenetzwerke mehr erhalten. Aber auch die gängigen Plattformen werden dazu verpflichtet, von Faktenprüfern als falsch identifizierte Inhalte nachhaltig zu entfernen und deren Urheber auch über mehrere Identitäten hinweg zu identifizieren und zu beobachten. Ebenso soll den Nutzern ermöglicht werden die Empfehlungsalgorithmen besser anzupassen, womit die Inhalte Sichtbarkeit verlieren würden.

Die Maßnahmen erscheinen dringend notwendig. Erst jüngst hat eine Studie festgestellt, dass die nächste Generation wachsende Schwierigkeiten damit hat, seriöse von reißerischen oder irreführenden Meldungen zu unterscheiden. Die Möglichkeit, selbst Hand an den Empfehlungsalgorithmus anzulegen, dürfte aber keinen Gewinn bringen. Viel zu wenige Nutzer ändern Voreinstellungen von Software. Nicht ohne Grund zahlt Google immense Summen an Firefox und Safari um als Standard-Suchmaschine vorausgewählt zu sein.


Neues von den Domains


.ar

Obwohl sich Buenos Aires seit Monaten im Lockdown befindet, erwartet die argentinische Registrierungsstelle weiterhin, dass sich ausländische Domaininhaber durch offizielle Originaldokumente ausweisen. Allerdings arbeiten auch Post- und Kurierdienste aktuell nicht zuverlässig. Übergangsweise ist es jetzt möglich, Scans von Dokumenten einzureichen, wobei die Originale nachgereicht werden müssen. Dabei ist zu beachten, dass einige Dokumente erst durch einen Notarstempel auf der Rückseite Gültigkeit erlangen, was bei einem Scan nicht funktioniert. Unser Support stellt Ihnen in solchen Fällen gerne angepasste einseitige Formulare zur Verfügung.

.au

Australien setzt entgegen erster Ankündigungen die neuen Registrierungsbedingungen rigoros für Bestandsdomains um, selbst wenn deren Verlängerung noch nicht ansteht. Domains ausländischer Besitzer müssen jetzt exakt einem Markennamen entsprechen um weiter Bestand haben zu dürfen. Ist das nicht der Fall, droht die Löschung. Unfairerweise gilt das sogar dann, wenn die Domains zum Zeitpunkt der Registrierung alle Bedingungen erfüllt haben. Global Village erstattet in solchen Fällen zumindest die Domainkosten.

Donuts

Donuts bietet für alle seine TLDs ab sofort den kostenlosen Truename-Schutz an. Dabei werden alle Varianten der Domain mitregistriert, die dem Originalnamen zum Verwechseln ähnlich sehen. Für den Namen ‚ihre-firma.gmbh‘ findet das System beispielsweise 63 Varianten. Der Erwerber erhält somit 64 Domains zum Preis von einer und erwirbt einen wichtigen Baustein im Schutz gegen Missbrauch. Auf truename.domains/homograph-spinner lassen sich alle zu einem Wunschnamen gefundenen Varianten auflisten.

.fr

Die französische Regierung hat den Betrieb von .fr neu ausgeschrieben. Allgemein wird damit gerechnet, dass Afnic, die den Registrybetrieb seit 1997 führt, erneut den Zuschlag erhält.

.kz

Kasachische Webseiten dürfen nur noch auf Servern im Land untergebracht sein. Es ist auch nicht erlaubt, die Beschränkung durch einen Proxydienst, der Anfragen ins Ausland umleitet, zu unterlaufen. Einzig die Nutzung von ausländischen DDoS-Schutzdiensten ist gestattet, aber auch nur, wenn der Webseitenbetreiber nachweisen kann, dass die Webseite final auf kasachischen Servern liegt.
Bei Zuwiderhandlungen sperrt die Registry die komplette Domain. Bitte achten Sie gerade bei www-Einträgen darauf, dass die IP-Adressen in Kasachstan verortet sind. MX / TXT und NS Einträge unterliegen keiner Beschränkung.

.london

Die britische Registry Nominet hat nach einem spektakulären und knappen Mitgliedervotum nicht nur den Vorstand verloren. Auch der Betrieb der prestigeträchtigen .london-TLD wandert nun von Nominet zu Centralnic. Die Registrierungs­bedingungen und -preise ändern sich dadurch erst einmal nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Global Village Team

 

 

 



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